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20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert wurde das Krankenhaus Dingolfing fünf Mal erweitert und modernisiert.
Erste Erweiterung des Krankenhauses: 1925
Volle 65 Jahre entsprach das 1860 eingeweihte Distriktkrankenhaus den Anforderungen. Erst 1925 wurde beschlossen, einen zweiten Stock aufzubauen und auch die technischen Einrichtungen zu modernisieren und zu vervollständigen.
Im Oktober 1926 wurde der Ausbau des Bezirkskrankenhauses in allen seinen Teilen fertig gestellt. Es wurden dadurch zwei Krankensäle mit je zehn Betten, Separatzimmern, ein Verbandszimmer und ein Operationssaal gewonnen. Zu den Neuerungen gehörten außerdem eine Zentralheizungsanlage, ein Personenaufzug, ein Speisenaufzug, eine elektrische Wasserpumpe, ein Röntgenapparat, zwei Höhensonnen, ein Diathermie-Apparat, ein elektrischer Dampfsterilisator und ein Leichenraum. Die Isolierabteilung und die Ökonomiegebäude wurden einer gründlichen Reparatur unterzogen.
Zweite Erweiterung des Krankenhauses: 1953
Schon bald nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Krankenhaus den aktuellen Erfordernissen nicht mehr gerecht: die Landkreisbevölkerung hatte durch die Zuwanderung der Heimatvertriebenen sprunghaft zugenommen, und die medizinische Wissenschaft und Technik hatten sich in der Zwischenzeit maßgeblich weiterentwickelt.
So stand der Kreistag der Wahlperiode 1948/52 vor der Alternative, entweder ein gänzlich neues Krankenhaus zu errichten oder das bereits bestehende durch einen Anbau zu erweitern und seine Einrichtung dem modernsten Stand anzupassen. Der Kreistag beschloss einstimmig den Ausbau des bestehenden Krankenhauses. Am 11. Juli 1952 wurde das Richtfest gefeiert, und schon am 29. August 1953 wurde das neue Haus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.
Schon wenige Jahre später waren eine neuerliche Erweiterung und Sanierung notwendig, um das Krankenhaus Dingolfing zu einem Haus der Grundversorgung nach dem damaligen Stand der Medizin und Technik zu machen.
Im Jahr 1968 wurde bei laufendem Krankenhausbetrieb mit den fünf Bauabschnitten begonnen:
- Bauabschnitt: ein Bettenhaus mit 112 Betten
- Bauabschnitt: Neubau des Behandlungstraktes, der Ambulanzräume der Inneren Medizin und der Geburtshilfe / Gynäkologie, der Entbindungsabteilung, der Säuglingsstation, der Kapelle, der Zentralsterilisation, des Labors, des Medikamtenlagers, der Wäscherei, der Personalumkleiden und der Telefon- und Starkstromzentrale
- Bauabschnitt: Sanierung des Bettentraktes von 1953, Neueinrichtung der Röntgenabteilung und der Hauptküche.
- Bauabschnitt: Umbau der Altbauten von 1859 und 1925
- Bauabschnitt: Sanierung der chirurgischen Ambulanz und der Verwaltung sowie eine Verbesserung der Einrichtungen in der Operationsabteilung.
Vierte Erweiterung des Krankenhauses: 1982
Bedingt durch die größere Bettenkapazität, eine erhöhte Zahl von Unfallpatienten und die gestiegenen medizinischen und hygienischen Anforderungen entstand bereits 1975 die Notwendigkeit, in den Bereichen Diagnostik und Therapie nachzurüsten.
Der neuerliche Erweiterungsbau war am 30.9.1982 bezugsfertig. Er enthielt die aseptische Operationsabteilung mit 3 OP-Räumen, die Zentralsterilisation, die interdisziplinäre Intensivpflegeabteilung und eine neue Röntgendiagnostikabteilung.
Im Untergeschoß wurden die Bettenzentrale, verschiedene Lagerräume, Personalräume, Räume für den Bereitschaftsdienst, Anlieferung und Entsorgung, eine Prosektur und die Technik-Zentralen für den Erweiterungsbau (Heizungs-, Klima-, Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung) untergebracht.
Fünfte Erweiterung des Krankenhauses im Jahre 1998
Im Jahr 1998 erfolgte der Anbau der Sanitärtürme mit einem Kostenaufwand von ca. 1,6 Millionen Euro. Beispielsweise durch den Einbau von Nasszellen in die Patientenzimmer wurde das Niveau der Unterbringung auf Hotelstandard angehoben.
